|
Der im November 2000 auf Initiative des Landkreises Osterode am Harz
von 8 Gründungsunternehmen gegründete Verein MEKOM Regionalmanagement
Osterode am Harz e.V. hat sehr schnell eine große Beachtung im
Landkreis Osterode am Harz und in den angrenzenden Regionen gefunden.
Die Zahl der Mitglieder ist inzwischen auf rund 80 angestiegen.
Das Regionalmanagement wurde in den ersten 3 Jahren zu 80 % vom
Land/EU finanziell unterstützt. Die restlichen 20 % werden durch
Mitgliedsbeiträge, gestaffelt nach den Jahresumsätzen der Unternehmen
aufgebracht. In der nun laufenden Folgeförderung bis zum 31.12.2006
werden 50% Projektförderung gezahlt. Der Einbezug privaten Kapitals
setzt eine Zielkonvergenz voraus, wie sie nur eine wirtschafts- und
strukturpolitisch orientierte Regionalmanagementkonzeption bieten kann.
Hierfür steht das "Osteroder Modell".
"MEKOM" steht im Vereinsnamen für das Alleinstellungsmerkmal
Mechatronik-Kompetenz. Das erst 1998 in Deutschland eingeführte
Berufsbild Mechatroniker wird seit dem 1. August in Osterode am Harz
beschult, als zweiter Standort in Niedersachsen.
Potenzial gezielter nutzen
Im Zusammenspiel von Wirtschaftsbetrieben, Bildungs-,
Forschungseinrichtungen, der regionalen Verwaltung und überregionalen
Politik nutzt MEKOM Regionalmanagement Osterode am Harz e.V. das
vorhandene Potenzial und verstärkt damit die positiven Entwicklungen
der Region und der Mitgliedsfirmen.
MEKOM veranlasst die Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen aus
unterschiedlichen Branchen in bestimmten Bereichen unter Einbezug von
Forschungs-, Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen.
Dies wiederum steigert in bereits vorher erwähnter Weise die
Attraktivität der Region über die wirtschaftliche Stärkung der
ansässigen Unternehmen und die Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.
Das Ziel wird über die Bildung von Netzwerken erreicht, die sich in unterschiedliche Bereiche bzw. Schwerpunkte gliedern:
- Ständiger Erfahrungsaustausch der Mitglieder.
- Zusammenarbeit auf unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Ebenen, z.B. Aus- und Weiterbildung.
- Die beteiligten Unternehmen haben die Möglichkeit,
im Netzwerk eigene wirtschaftliche Interessen in Zusammenarbeit mit
anderen Unternehmern zu artikulieren und zu verfolgen.
Der Erfahrungsaustausch bietet den Mitgliedern den Austausch von
Wissen, Erfahrungen, und Meinungen sowie die Pflege und Herstellung von
Kontakten. Er hat für die Unternehmer einen großen Lerneffekt und
bietet zusätzlich Stoff für weitere Netzwerkaktivitäten.
Ausbildung im Verbund
Im Sommer 2001 wurde an den Berufsbildenden Schulen II in Osterode
die erste Berufsschulklasse mit mehr als 14 Mechatronik -
Auszubildenden eingerichtet. Im Verbund der Lehrbetriebe und der
berufsbildenden Schule werden sie in einer dreieinhalb Jahre dauernden
Ausbildung für die Montage, den Betrieb und die Instandhaltung von
mechatronischen Anlagen im In- und Ausland qualifiziert.
In Einzelfällen, wo meist mittlere und kleine Betriebe die
Ausbildungskriterien nicht vollständig abdecken können, ist über MEKOM
eine Erweiterung der Verbundausbildung möglich, die sich aus dem
Zusammenwirken mehrerer Ausbildungsbetriebe mit ihren spezifischen
Ausbildungskriterien und der berufsbildenden Schule ergibt.
Mechatroniker erlernen, wie Funktionszusammenhänge in
mechatronischen Systemen analysiert, mechanische/pneumatische/
hydraulische Teilsysteme hergestellt, Arbeitsabläufe geplant und
organisiert werden, und, wie diese mit Hilfe von elektronischer
Datenverarbeitung programmiert und gesteuert werden.
Ab dem 01.08.2002 kam ein weiteres neues Berufsbild:
Fachkraft für Lagerwirtschaft (Logistik)
beispielgebend für Südniedersachsen hinzu.
Lob von Ministern
Der Niedersächsische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten,
Wolfgang Senff, lobte anlässlich seines Besuches in Osterode am Harz
den damaligen Vereinsvorstand: Mit "MEKOM" sei man im Landkreis
Osterode am Harz auf dem richtigen Weg. Wirtschaftsministerin Dr.
Susanne Knorre wiederum sieht in dem "Osteroder Modell" sogar eine
"Vorbildfunktion für Niedersachsen".
|